Arne Kruse

Die Macht unseres Herzens

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Unser Herz ist mächtig

Es gibt nichts Mächtigeres, als unser Herz. Aus medizinisch-biologisch-materieller Sicht ist das völlig eindeutig. Wir leben, weil unser Herz schlägt. Hört es auf zu schlagen, stirbt unser Körper. Die Macht unseres physischen Herzens liegt darin begründet, dass unser Leben davon abhängt. Glücklicherweise gibt es die Schulmedizin mit all ihren Spezialisierungen. Herzchirurgen und Herz-Kreislauf-Spezialisten können dafür sorgen, dass unser Herz länger schlägt. Wir selbst können durch unseren Lebensstil einen gewissen Einfluss auf die Gesundheit unseres Herzens ausüben. Genetischen Faktoren hingegen sind wir meist ausgeliefert. Ganz anders sieht es mit unserem fühlenden Herzen aus. Seine Macht ist weitaus größer, als jene unseres physischen Organs.

Das Herz, das uns herzlich macht

Ich meine das Herz, das uns herzlich macht. Das Herz, das wir öffnen können. Das Herz, das uns beherzt zupacken lässt. Das Herz, das uns ein Herz zeigen lässt. Das Herz, in dem wir manchmal Herzschmerz verspüren. Das Herz, das bei einigen wie ein Herz aus Stein wirkt. Und auch das Herz, mit dem wir gut sehen à la „man sieht nur mit dem Herzen gut…“. Wo genau sitzt dieses Herz? Was ist seine Natur? Ist es geistig, psychisch, emotional? Alle reden von ihm. Jeder weiß scheinbar, was damit gemeint ist. Manch einer hat sein Herz in Heidelberg verloren – lebt aber noch. In studiVZ gab es eine Gruppe, in der viele Frauen mit südländischem Namen Mitglied waren. Sie hieß: „Brichst Du mir das Herz, breche ich Dir die Beine“. Am Valentinstag schenken wir uns Karten mit roten Herzen drauf. Wie mächtig ist dieses materiell nicht auffindbare Herz, das gemeinhin für Liebe und unsere Fähigkeit, zu lieben, steht?

Liebe siegt

Es ist unendlich mächtig. Céline Dion hat das in Worte gefasst: „My heart will go on“ singt sie und meint: Menschen sterben, unser Herz nicht. Unser Herz – also unsere Liebe – überdauert. Liebe ist mächtiger als Materie und Endlichkeit. Liebe siegt. Liebe entspringt unserem Herzen. Sie ist das, was unser Herz macht und empfindet, wenn wir es lassen. Sie ist das, was unser Herz ausmacht. Öffnen wir unser Herz, öffnet die Welt uns ihr Herz. Dann kann Liebe fließen. Von uns in die Welt. Von der Welt zu uns. Es gibt dann keine Trennung mehr. Die Liebe in uns ist die gleiche Liebe, die wir außerhalb von uns beobachten können. Was sagt die Wissenschaft dazu? Scherzfrage! Es ist völlig egal, was die Wissenschaft dazu sagt. Liebe ist etwas, das wichtiger und wahrer ist als Wissenschaft. Nicht nur das!

Liebe befreit

Liebe ist die Grundbedingung von Freiheit, innerer wie äußerer. Wenn wir lieben, werden wir frei. Weil wir loslassen und verzeihen. Weil wir schenken ohne Erwartung. Liebe befreit uns von unseren Problemen und engen Vorstellungen. Let go and be free. Wenn wir lieben, dann respektieren wir die Freiheit anderer. Wir setzen uns für andere ein. Wir konstruieren Systeme, die die Freiheit aller schützen. Mit Hass könnten wir das niemals schaffen. Öffnen wir unser Herz, stoßen wir auch die Tür zur Schatzkammer der Lebensfreude auf. Können wir wirklich glücklich sein, ohne zu lieben? Kaum. Wir können erfolgreich sein oder reich. Aber glücklich? Ohne Liebe in uns wird unser Leben eher grau sein und sich mau anfühlen. Mit Liebe wird es lustig und schön. Was tun, wenn es uns an Liebe mangelt und somit auch an Freude? Dann müssen wir Liebe machen.

Liebe machen

Liebe machen ist eine Kunst für sich. Damit meine ich jetzt nicht Karma Sutra oder Sex, wenngleich beides sicher eine Form des Liebe Machens ist. Das Beste an der Sache mit unserem Herzen voller Liebe ist, dass es immer da ist, auch wenn wir es gerade oder schon länger nicht wahrnehmen. Das gewusst, lässt sich Liebe auf folgende einfache Weisen „machen“:

  • Wir schenken anderen etwas, was sie gut gebrauchen können. Das kann ein Lächeln sein, ein paar nette Worte oder einfach eine Spende. Wichtig: Wir tun es ohne Erwartung und unser Geschenk sollte nichts Schädliches sein wie z.B. Drogen. Auf diese Weise bauen wir inneren Reichtum auf. Wir gewöhnen uns daran, zu geben. Wer gibt, der hat. Und wer hat, ist reich. Was haben wir? Das, was wir geben und das ist grundsätzlich unendlich viel. Zudem bauen wir positive Verbindungen auf. Die „haben“ wir dann auch. Es muss wie gesagt nichts Materielles sein. Dennoch hilft es uns sehr, Materielles zu schenken.
  • Wir wünschen anderen Glück. Das ist ziemlich einfach und dennoch ziemlich ungewohnt. „Mögen alle wirklich glücklich sein.“ Tun wir das täglich und pauschal, machen wir unsere Mitmenschen zu unseren Freunden, ob bekannt oder unbekannt. Wenn wir sie sehen, denken wir dann: „Ich wünsche ja, dass sie glücklich sind.“ Wir werden weniger Probleme mit oder wegen ihnen haben. Wir werden mehr Liebe empfinden und empfangen.
  • Wir verzeihen und lassen los. Das ist im Grunde genommen auch einfach, widerspricht jedoch unseren Impulsen. Impulse sagen uns oft: „Nimm Rache“ oder „halte fest!“. Beides bindet uns. Verzeihen und loslassen befreit uns. Wer loslässt, hat zwei Hände frei. Einfach alles pauschal vergeben. Ohne schweres Gepäck lebt es sich leichter. Unsere Energie verwenden wir dann für schöne Dinge. Fürs Liebe Machen zum Beispiel.

Ich wünsche allen viel Spaß dabei, ihr Herz zu öffnen und aus Nichts was zu zaubern, indem sie Liebe machen.

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Beitragsbild: © Collage von Arne Kruse mit Bildmaterial von kevron2001 via canva.com


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