Erik: Wer bist Du?
Mädchen: Mir gehört dieser Garten.
Erik: Es ist eher ein Park!
Mädchen: Ja, ein Park voller Paläste und Pagoden.
Erik: Wer bist Du, dass Dir dies alles gehört?
Mädchen: Das würdest Du nicht verstehen.
Erik: Bist Du ein Mensch?
Mädchen: Nein.
Erik: Was bist Du dann?
Mädchen: Das ist schwer zu beschreiben. Die Prinzessin dieses Parks.
Erik: Hmm…träume ich?
Mädchen: Ja. Und nein. Du schläfst. Dabei träumst Du. Und gerade bist Du bewusst.
Erik: Ich fühle mich so klar…was kann ich Dich fragen?
Mädchen: Frage mich, was Du willst.
Erik: Warum lebe ich?
Mädchen: Aus Liebe.
Erik: Aus Liebe?
Mädchen: Ja.
Erik: Was bedeutet das? Wen liebe ich?
Mädchen: Erkenne Dich selbst. Dann verstehst Du es.
Erik: Ich bin Erik….und nun?
Mädchen: Du heißt Erik. Du bist nicht Erik.
Erik: Was bin ich dann?
Mädchen: Du bist nur eine Zeit lang hier. Als Erik. Schaue hinter die Kulissen.
Erik: Hinter welche Kulissen?
Mädchen: Zu viele Konzepte und Gefühle trüben Deine Sicht. Ziehe den Vorhang zur Seite. Erkenne die Natur der Welt. Und von Dir selbst.
Erik: Was ist die Natur dieser Welt?
Mädchen: Vergänglichkeit.
Erik: Was bedeutet das?
Mädchen: Nichts bleibt, wie es ist. Alles ändert sich die ganze Zeit. Menschen werden geboren und sterben dann wieder. Du bist nur eine Zeit lang hier, Erik. Frag Dich, was Du wirklich bist.
Erik: Was bleibt dann? Was lohnt sich dann, zu tun? Was bin ich wirklich?
Mädchen: Vergänglichkeit macht vielen Angst. Es ist nicht schön, etwas oder jemanden zu verlieren. Oder selbst gehen zu müssen. Doch genau das ist es, was die Natur dieser Welt ausmacht. Was bleibt, ist Liebe. Dein Innerstes ist Liebe. Sie ist immer in Dir. Sie ist verbunden mit Freude. Du bist hier, um anderen etwas zu geben. Zu lernen. Dich zu entwickeln. Erfahrungen zu sammeln. Sorge dafür, dass Deine Mitmenschen eine bessere Zeit haben. Mach die Welt zu einem besseren Ort. Zu einem schöneren Ort. Alle Menschen sitzen im gleichen Boot. Dein innerstes ist Liebe. Vergiss das nicht. Liebe! Hab keine Angst. Höre auf Dein Herz. Spiele nicht die Spiele der vergänglichen Welt. Gehe darüber hinaus.
Erik: Mein Herz…ich habe so viele Gedanken, die mich davon wegbringen. Ich versuche es. Ich versuche, mich zu erinnern. Ich hoffe, ich vergesse das nicht, wenn ich wach bin. Eine Frage habe ich noch.
Mädchen: Bitte.
Erik: Es gibt nicht nur nette Menschen auf dieser Welt. Sondern auch ziemlich üble Zeitgenossen. Sie machen die Welt zu einem schlechteren Ort. Wie gehe ich mit ihnen um?
Mädchen: Unsere Zeit reicht nicht dafür. Dein Wecker klingelt gleich. Was immer Du tust, versuche aus dem Herzen zu handeln. Auch wenn Du andere stoppen musst. Wünsche ihnen Glück und stoppe sie dann. Lerne von Polizisten. Umgib Dich mit Gleichgesonnenen. Fokussiere Dich auf das, was Du liebst. Viel Glück!
Erik: Danke, bis zum nächsten Mal!

Beitragsbilder: © Arne Kruse