Wie innen, so außen

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Marie: Ich habe 30 Jahre lang falsch gedacht.

Erik: Falsch gedacht? Was genau meinst Du damit?

Marie: Herkömmlich.

Erik: Herkömmlich? Ich kenne herkömmliches Waschmittel.

Marie: So, wie es auf unserer Welt verbreitet ist.

Erik: Aber es war doch sicher nicht alles falsch. Du hast immerhin Abitur gemacht und einen Job. Also kannst Du denken.

Marie: Das stimmt. Ich meine aber nicht das Denken, wonach eins plus eins zwei ergibt und nicht drei. Bei diesem Denken fühle ich mich ganz vernünftig, wenngleich es sicher noch Luft nach oben gibt. Ich meine das Denken darüber, wie ich selbst und das Leben funktionieren.

Erik: Welchen Fehler hast Du dabei gemacht?

Marie: Viele. Willst Du sie alle hören?

Erik: Ja! Aber warte! Was waren oder sind die Konsequenzen dieses falsches Denkens für Dich? Woher weißt Du, dass es falsch war?

Marie: Es fühlte sich schlecht an. Es fühlte sich leer an. Es fühlte sich trist an. Trostlos. Unvollkommen. Unvollendet. Gebremst. Unverwirklicht. Unmöglich. Ich hatte den Eindruck, festzustecken. Abhängig zu sein. Nicht am Ruder. Ich hatte den Eindruck, dass ich hier bin – und mein Traumleben, das ist da – irgendwo anders. Da, wo ich nicht hinkomme. Am Ende wusste ich gar nicht mehr, was mein Traum überhaupt ist.

Erik: Welchen gedanklichen Fehler machst Du dafür verantwortlich?

Marie: Wie gesagt: viele. Aber es gibt einen ganz Zentralen. Wenn Du ihn hören willst, kostet es Dich etwas. Was gibst Du mir dafür?

Erik: Äh…was meinst Du jetzt…hier…fünf Euro…reicht das?

Marie: Hör gut zu. Was ich Dir jetzt sage, ist mehr Wert als 500 Euro, als 5.000 Euro oder fünf Milliarden Euro.

Erik: Oh. Damit kann ich leider nicht dienen…

Marie: Mein Fehler war es, zu denken, dass die Gedanken und Gefühle, die in mir passierten und die ich ernst nahm, das Resultat äußerer Bedingungen und Erlebnisse waren. Daraus resultierte der Fehler, zu denken, dass ich erst die äußeren Bedingungen und Erlebnisse ändern müsse, damit sich entsprechend meine Gedanken und Gefühle ändern würden. Da mir das aber als schwierig und langwierig – in Teilen sogar unmöglich – erschien, frustrierte mich das. Es fühlte sich wie ein Gefängnis an. Ausweglos. Es brachte auch keine Ergebnisse im Außen.

Erik: Und was ist jetzt die Lösung? Wie denkst Du jetzt richtig, statt früher falsch?

Marie: Ich greife bewusst in meinen Gedanken- und Gefühlsstrom ein. Ich lasse dumme und falsche Gedanken vorüberziehen. Ich handle nicht aus negativen Emotionen heraus. Ich fokussiere mich bewusst auf das, was ich mag und will. Ich fühle mich da rein. Stelle es mir vor. Bin da. Habe es. Tue es. Freue mich darüber. Ich werde zu einem Magneten, der das anzieht, was ich liebe und will – und was ich dafür brauche. Ich vertraue darin. Ich mache mir bewusst, dass ich alles erreichen kann – so wie auch jeder andere Mensch. Die Frage ist nicht, ob ich es kann. Die Frage ist, was ich wirklich will und ob ich die nötigen Schritte übernehme.

Erik: Woher weißt Du, dass Du Dir nichts einbildest?

Marie: Es fühlt sich erstens gut an. Was sich wiederum gut anfühlt… Zweitens führt es zu konkreten Ergebnissen in meinem Leben, also auch in der äußeren Welt. Wenn es Quatsch wäre, könnte es keine Ergebnisse bringen.

Erik: Wenn Du es kurz formulieren würdest – wie lautet es dann?

Marie: Wie innen, so außen. Drum: Focus on what you like. Denn: Wir erschaffen unser Leben.

Erik: Gibt es noch was zu beachten?

Marie: Ja, immer: Strebe nach echtem Glück und Weisheit. Wünsche anderen Glück. Handle zum Wohler aller. Kultiviere eine liebevolle und großzügige innere Einstellung.

Erik: Liebe Marie, Danke für das Gespräch!

Beitragsbild: © Arne Kruse


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